Schuhe aus und los! Warum wir alle öfter mal barfuß gehen sollten

Barfuß gehen – die meisten von uns machen das höchstens mal im Urlaub am Strand, oder vielleicht mal im eigenen Garten, wenn’s warm ist.

Schade eigentlich, denn es ist richtig gesund, es trainiert nicht nur die Füße und das Lymphatische System und fördert die Durchblutung, regelmäßiges Barfußgehen kann auch dafür sorgen, dass wir achtsamer durch die Welt gehen und unsere Umgebung besser wahrnehmen.

Vivi von Vivibarfuß weiß das schon lange, sie ist Physiotherapeutin und Barfußcoachin, gemeinsam mit ihrem Team sorgt Vivi für gesunde, trainierte Füße – Barfußgehen spielt in ihren Kursen eine große Rolle und auch im Alltag ist sie regelmäßig ohne Schuhe unterwegs.

Wir von FEMOTION RADIO haben mit Vivi über Schuhe, pieksige Waldböden und Hornhaut gesprochen und gelernt, dass Barfußlaufen im Alltag ein echter Gewinn sein kann.

Hier könnt ihr das ganze Gespräch mit Vivi nachhören:

„Grundsätzlich kann man sagen, Schuhe sind nicht die beste Erfindung der Menschheit“

Auch wenn häufig die Rede davon ist, dass Schuhe nötig sind, um den Fuß zu stützen, ist das nicht die ganze Wahrheit – nur wenige Schuhe lassen dem Fuß genügend Freiheit und Spielraum für die Zehen, um den ganzen Fuß zu benutzen, oft ist das Schuhwerk hinten erhöht oder schränkt den Fuß zu sehr ein.

Wer barfußläuft trainiert den Fuß und sorgt für mehr Stabilität, die meisten Menschen in Vivis Kursen leiden an Halux Valgus, oder den anderen typischen Fußerkrankungen. Doch auch für Füße ohne Beschwerden kann ein Fußtraining und regelmäßiges Barfußlaufen viele Vorteile für die Muskulatur und den ganzen Körper mit sich bringen.

„Bucheckern sind das Lego des Waldes“

Viele Menschen sind erstmal gehemmt, wenn’s darum geht, die Schuhe einfach mal daheimzulassen und barfüßig durchzustarten. Vivis Tipp ist tatsächlich der Sprung ins kalte Wasser – einfach Schuhe aus und losgehen! Um nicht aufgeschmissen zu sein, falls man sich doch nicht so wohlfühlt, helfen „Backup-Schuhe“ im Rucksack. Auch die Angst vor pieksigen Untergründen kommt nicht selten vor, gerade am Anfang ist die Haut an der Fußsohle noch nicht ans Barfußlaufen gewöhnt. Mit der Zeit passt sich die Haut allerdings an – am besten ist es, wenn man mit einem wichen Untergrund wie einer Wiese startet und sich dann langsam an das Gefühl gewöhnt.

„Grundsätzlich entsteht Hornhaut durch Reibung und Druck“

Barfußgehen – schön und gut, denkt ihr euch jetzt vielleicht. Aber gerade im Sommer gesellt sich dann auch nicht selten das Hornhautproblem dazu – wer aber denkt Barfußgehen ist der absolute Hornhautgarat, der ist falsch gewickelt. Vivi hat uns erzählt, dass Fußtraining mit regelmäßiger gleichmäßiger Belastung bei starker Hornhaut sogar förderlich sein kann, Hornhaut entsteht nämlich durch Reibung und Druck, bei gleichmäßiger Belastung entsteht eher eine belastbarere Lederhaut.

Also, mehr Achtsamkeit, stärkere Füße, ein besseres Körpergefühl und vielleicht sogar ein Mittel gegen Hornhaut – den nächsten Gang in den Garten solltet ihr vielleicht mal wieder barfuß beschreiten. Hier kommt ihr direkt zu Vivi, da gibt’s noch mehr Infos zum Thema gesunde Füße.

Vielen Dank, Vivi!

Fotocredit: Michaela Janetzko

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