„Nehmt euch Zeit für euch!“

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… sagt Corina Schomaker. Die 40jährige Potsdamerin ist Diplom-Freizeitwissenschaftlerin und hilft Müttern, schwierige Lebensphasen zu meistern.

Für diese Arbeit hat sie sich viel mit Lebens-Phasen beschäftigt und das „Konstrukt Familie“ in all seinen Facetten untersucht.  

Hier könnt ihr das ganze Gespräch mit Corina nachhören:

Corina Schomaker im Interview

Eine wichtige Erkenntnis war dabei unter anderem die, dass unsere Stellung in der Familie durchaus Einfluss auf unseren beruflichen Erfolg oder unsere berufliche Zufriedenheit hat. 

Als Erstgeborene sind wir relativ selbstbewusst und haben ein super Durchsetzungsvermögen, sagt sie, und zählt die weiteren Geschwisterkonstellationen auf:

„In der Mitte einer Geschwisterkonstellation sind wir oft diplomatisch und harmoniebedürftig. Die Nesthäkchen, also die jüngsten in der Familie, dürfen oft das meiste und sind auch nie schuld an irgendwas. Wenn der oder die Erstgeborene im Teenageralter um 22 Uhr zu Hause sein muss, darf das jüngsten Kind im entsprechenden Alter dann durchaus auch mal mit bis zwölf Uhr wach sein.“  

Auch auf die spätere Berufswahl habe die Geschwisterkonstellation durchaus Einfluss, meint Schomaker und sagt: 

„Erstgeborene sind meist beruflich erfolgreich und verdienen oft mehr als ihre Geschwister. „Sandwichkinder“ sind dagegen zufriedener im Job, anders als die meist kreativen Nesthäkchen, die schneller unzufrieden sind mit dem, was sie tun und den Job häufig wechseln.“ 

Natürlich ist das alles nicht in Stein gemeißelt und wir müssen uns nicht mit unseren möglichen Schicksalen abgeben, beruhigt die Expertin. „Dann heißt es daran arbeiten, dass wir da rauskommen. Auch als geborenes „Nesthäckchen“ müssen wir nicht ein Leben lang unzufrieden sein.“ 

Immer hinten anstehen ist falsch

Als sogenannter Transformationschoach gibt Corina Schomaker Anstöße und Tipps, wie Working Moms zufriedener sind und Job und Familie mit einem Lächeln wuppen. 

„Wenn es darum geht, im beruflichen Alltag zufrieden zu sein, genau wie mit dem Familienleben und dem eigenen Anspruch an Freiräume, komme ich ins Spiel. Wir gehen gemeinsam den aktuellen Stand durch, ich frage nach dem Job, den Kids, den Wünschen und Zielen. Und dann suchen wir gemeinsam den Punkt, der für ein zufriedenes, ausgeglichenes Leben da nicht rein passt, den „Schmerzpunkt“ sozusagen.“ 

Ehrlich zu sich selbst zu sein und sich nicht nur hintenan zu stellen, das ist äußerst wichtig, sagt Corina Schomaker.

„Manche Frauen gehen tatsächlich so weit, dass es zu einem Mama Burn-out kommt. Und da muss man dann irgendwann Stopp! sagen. „Schau in dich hinein! Du kannst doch gar nicht mehr. Gibt ab jetzt auf Dich Acht!“

Zeit für Me-Time

Corina Schomakers wichtigste Tipps für Mütter: 

„Nimm dir regelmäßig Zeit für dich, einmal die Woche eine „Me-Time“ muss drin sein, eigentlich aber täglich. Es geht nicht um mehrere Stunden, sondern um kurze Auszeiten. Zweitens: Plane deine Woche gut durch. So bringst du alles unter einen Hut und siehst gleichzeitig, wofür deine Zeit eigentlich so drauf geht. Und und denke unbedingt an Freiräume für dich. Drittens: Gönne dir und deinem Mann ausreichend Paarzeit. und denke immer dran, du bist am wichtigsten! Du bist Person Nummer Eins, nicht die Kinder, nicht der Partner – du stehst an erster Stelle!“ 

Euch viel Erfolg beim Beachten der Tipps und vielen Dank an Corinna Schomaker.