Vom Mäuschen zur Macherin: Tipps für ein besseres Auftreten im Job

Beitragsbild

Es ist leider immer noch so, dass wir Frauen uns schwertun, die „Führerin“ zu sein. Es liegt so ein klein wenig an uns selbst, vor allem daran, wie wir uns geben und welche Wirkung wir damit erzielen.

Das zu ändern ist theoretisch aber ganz leicht, also lasst es uns versuchen.

  1. Nehmt den berühmten roten Faden in die Hand und haltet ihn fest

Wie oft sitzen wir in wichtigen Meetings und hören mit großen Augen mehr oder weniger gelangweilt zu! Damit ist jetzt Schluss. Ab sofort gebt ihr den Ton an, erklärt zu Beginn, was Thema des Gespräches ist, gebt einen konkreten Zeitrahmen vor, fasst zum Schluss zusammen und verteilt die Aufgaben.

  1. „Hätte“, „müsste“, „könnte“ sind Geschichte

Höflich zurückhaltend war gestern, ab sofort kommunizieren wir „stark“ wie Männer. Denn auch das ist unsere Schwäche. Wir nutzen viel zu viele Konjunktive à la „könnten wir nicht …“, „wir müssten doch mal …“ oder auch „ wäre es nicht besser ..“. Das klingt zwar höflich, aber auch sehr weich und wenig selbstbewusst. Ab jetzt also „Lasst und doch mal!“ und „Wir müssen endlich …!“

  1. Sorry, not sorry!

Wir sind schon nette, rücksichtsvolle Menschen, wir Frauen! Viel zu nett und rücksichtsvoll, wenn es ums Berufsleben geht. Zu häufiges Entschuldigen legen manche als Schwäche aus – keine gute Eigenschaft. Frauen entschuldigen sich im Schnitt achtmal häufiger als Männer!

Überlegt also genau, wann uns in welchem Zusammenhang ihr euch entschuldigt. Wenns berechtig ist, nur zu. Als verlegenes Füllwort ist „sorry“ ab sofort tabu.

  1. Wohl dosiert kümmern

Irgendwie ist es in uns drin, den Tisch abzuwischen, Kaffee zu kochen oder den Kollegen was zu essen aus dem Supermarkt mitzubringen. Und genau deswegen ist es für andere wiederum logisch, dass sich jeweils die Frauen bei Meetings ums „Drumrum“ kümmern. Wisst ihr was? Andere können das mindestens genau so gut. Bittet bei der nächsten Zusammenkunft also einfach mal den netten Mitarbeiter aus der Buchhaltung darum, zur Kaffeemaschine zu gehen.

Falls der andere erwidert "Wieso ich?", dann bleibt ihr souverän: "Wieso nicht?!" Wichtig bei all dem, bleibt nett und höflich. Beim nächsten Mal könnt ihr gern wieder die „Kümmerin“ sein. Es gilt, Achtungspunkte zu setzen.

  1. Tue Gutes und sprich drüber

Kennt ihr sie auch, die Menschen, die sich ständig selbst loben und in den Mittelpunkt rücken? Solche Selbstdarsteller gibt es überall. Und: Es sind im seltensten Fall Frauen. Klar, bei jeder Gelegenheit seine Heldentaten zu präsentieren wirkt aufgesetzt und unsympathisch. Der Trick: Sprecht über Erfolge des Teams oder Mitarbeiter. Das wirkt bescheiden, stellt euch aber trotzdem in den Fokus. Und es bleibt immer auch ein bisschen Erfolg bei euch hängen.