Studie: Tattoos sind weiblich

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Jede vierte Frau in Deutschland ist tätowiert, bei den Mittzwanzigern bis Mittvierzigern sind es sogar mehr als 40 Prozent. Bei den Herren sind insgesamt weit weniger tätowiert (16 Prozent), am meisten sind es Männer zwischen Mitte zwanzig und Mitte dreißig (24 Prozent). Das geht aus einer neuen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Überraschend ist das sicher nicht, schmücken sich Frauen doch schon von Haus aus lieber, als die Herren der Schöpfung. Und: Wenn wir uns denn haben stechen lassen, dann stehen wir auch zu unserem Körperschmuck, Männer bereuen die Dauer-Verzierung gern mal. Vielleicht liegt es ja daran, dass es für Frauen sehr oft ein besonderer Mensch ist, dessen wir mit dem Tattoo gedenken wollen? Bei ganz Vielen von uns ist das nämlich tatsächlich der Hauptgrund. 

Wenn ihr euch auch mit dem Gedanken tragt, eine oder mehrere Körperstellen verzieren zu wollen, dann raten wir euch: Macht keinen Schnellschuss draus.

Einmal da, sind Tattoos nur schwer wieder zu entfernen und:  sind mit gesundheitlichen Risiken verbunden:

Wie die genau aussehen, ist noch nicht gänzlich erforscht. Sicher ist, dass sich Farbpigmente oder deren Abbauprodukte an anderen Stellen im Körper wie Lymphknoten oder der Leber wieder finden können. 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft weist unter anderem drauf hin:

  1. Durch die Tattoo-Wunde kann man sich mit Viren (z. B. HIV, Hepatitis, Warzen, Herpes), Bakterien oder Pilzen infizieren. Ursachen können unhygienische Räume und Arbeitsweisen, nicht-sterile Tätowiergeräte oder mit Keimen belastete Tattoo-Farben sein. 
  2. Wenn die Hygiene nicht stimmt, können in Tattoo-Farben Keime vorkommen. Das kann zu Infektionen führen.
  3. Es kann passieren, dass das frische Tattoo nicht richtig verheilt und stark vernarbt. 
  4. Für Traveler: Sichtbare Tattoos können in manchen anderen Ländern religiöse Gefühle verletzen. 
  5. Wählt das Tattoo-Studio eurer Wahl sorgsam aus und checkt z.B. das Vorhandensein von:
  • abwaschbaren Oberflächen
  • wischbaren Böden
  • Liege oder Stuhl mit Einwegtüchern oder abwischbaren Oberflächen
  • in Plastik verpackten Utensilien
  • Einmalhandschuhe und Mundschutz

Ach ja, nice to know: Die erste moderne Tätowiererin war die Amerikanerin Maud Wagner. Ihr lernt die ehemalige Zirkusartistin aus der Zeit um 1900 in unserem Shotcast "Very first females" näher kennen. Viel Spaß beim Reinhören!