Gehaltsverhandlung? Seid forsch, Mädels.

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Noch immer ist es so, dass Männer für dieselbe Tätigkeit im Durchschnitt mehr Geld verdienen als Frauen. Und immer noch üben sich viele Frauen in der Tugend der Bescheidenheit: haben Schwierigkeiten, überhaupt nach einer Gehaltserhöhung zu fragen und verkaufen sich selbst – wenn es dann endlich soweit ist – viel kleiner dar, als ihre männlichen Kollegen. 

Wir raten: Haut auf den Tisch, rückt Eure Krone gerade und hört auf mit dem Duckmäusertum

Das Zauberwort heißt Eigen-Marketing. Ihr solltet Euch zuerst klarmachen: ICH BIN GUT! Und diese Tatsache dann gut verkaufen vor Eurem Chef oder der Chefin. Ihnen klar machen, warum und inwiefern Ihr unersetzbar seid oder eben Sachen macht und wisst, die sonst keiner hinkriegt. Vielleicht ist es auch die neue Verantwortung, die Ihr übernommen habt oder ein neues Aufgabengebiet. 

Ein NoGo ist es dagegen, mit dem Verdienst von Kollegen zu argumentieren, hohen Benzinkosten oder der ausstehenden Schul-Erstausstattung Eurer ABC-Schützen. 

Gut, das bekommt man dann vielleicht noch hin, aber dann muss sie doch irgendwie raus die Frage nach dem Mehr an Geld. Wie schaffen wir denn dann den Dreh? 

Vor allem nie sofort zum Gesprächseinstieg. Die Experten raten ja sowieso, das spätere Gehaltsgespräch zu tarnen. Als Personalentwicklungsgespräch oder eben einfach als Gespräch rund um die aktuelle Situation im Team beispielsweise. Aber natürlich lang genug angemeldet, so dass der Chef oder die Chefin dann schon irgendwas ahnen könnten. Na und zum Geld sollte man dann auch nicht gleich zu Beginn kommen, sondern da eben tatsächlich erst mal über vermeintlich banalere Dinge reden. Und: Nicht von einer GehaltsERHÖHUNG sprechen, sondern von einer „Anpassung“. Kleiner sprachlicher Trick, der für einen selbst das Ganze vielleicht etwas einfacher macht.