Der Kürbis – unbekannte Seiten des Halloween-It-Pieces

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Kürbis gilt als Obst …

Quizfrage: Findet ihr den Kürbis eurer Wahl in der Obst- oder in der Gemüseabteilung eures Supermarktes? Antwort: Beim Obst. Kürbis entsteht aus einer bestäubten Blüte, gemeinhin DAS Kennzeichen von Obst. Allerdings wächst er gleichzeitig auch an einjährigen Pflanzen, was üblicherweise dem Gemüse zugeschrieben wird. Eigentlich müsstet ihr also irgendwo zwischen den beiden Abteilungen suchen. Experten haben dafür die Kategorie »Fruchtgemüse« erfunden.

… und müsste im Supermarkt irgendwo zwischen Heidel- und Brombeeren liegen

Botanisch gelten Kürbisse als Beeren, wegen ihrer dicken Schale heißen sie „Panzerbeeren“.

"Rekordbrecher" Kürbis:

1190,49 Kilo wiegt etwa ein VW Polo – und der größte Kürbis der Welt. Deen Weltrekord hält der Belgier Mathias Willemijns seit 2016. So ein Riese sieht zwar bombastisch aus, schmeckt aber so ganz und gar nicht. Und wo wir bei Superlativen sind, hier kommt gleich noch eins:

Ab in die Geschichtsbücher!

… denn die Früchte zählen zu den ersten überhaupt, die der Mensch gezielt angebaut und für die Ernährung verwendet hat. Wir könnten also sagen, die Spezies Mensch ist auch durch den Kürbis zu dem geworden, was sie heute ist. Deswegen: Evolutionsgeschichtlich verdient der Kürbis durchaus seinen Platz neben der Entdeckung des Feuers, der Erfindung des Rads und der Elektrizität.

Erstmal nur Tiernahrung

Allerdings machte er damals vor allem Tiere satt: Rinder und Schweine verputzten mit Genuss das Fruchtfleisch.

In der Küche spielte er bis vor rund 20 Jahren keine große Rolle, er war – zumindest hierzulande – weitgehend unbekannt als Zutat fürs Essen.

Kürbis ist überall

1200 Sorten gibt es etwa. und zwar wirklich nahezu weltweit: Bis auf die Antarktis wächst er auf jedem Kontinent

Und so kam der Kürbis zum Halloween-Fest:

Der Brauch, aus Kürbissen Lichter-Laternen zu schnitzen, kommt aus Irland: Dort glaubten die Menschen, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe Teufel und böse Geister fernhält. Amerika-Auswanderer nahmen diesen Brauch mit und in der neuen Heimat folgte dann der Switch zum Kürbis. Weil der heimische Kürbis größer und leichter zu bearbeiten als Rüben, löste er die Rübe als Jack O'Lantern - wie die geschnitzte Laterne im englischsprachigen Raum genannt wird – ab.

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