Gender-Stress-Gap: Warum Frauen gestresster sind

Beitragsbild

"Das bisschen Stress. Frauen sind immer so wehleidig!" – ein Satz, den viele Frauen wahrscheinlich schon oft gehört haben. Doch die Realität sieht anders aus. Frauen leiden tatsächlich doppelt so häufig unter schwerem Stress und Angstzuständen als Männer. Dies macht sie anfälliger für Depressionen, Burn-Out und Schlafstörungen. Aber warum sind Frauen gestresster? Und was hilft gegen frauenspezifischen Stress?

Warum sind Frauen gestresster?

Im Jahr 2020 hatten wir alle einen gemeinsamen Stressfaktor: Die Corona-Pandemie. Forschende haben untersucht, was Männer und Frauen am meisten gestresst hat:

Männer machten sich besonders um ihren Arbeitsplatz Sorgen, während sich Frauen eher Gedanken um Familie und Freund:innen machten.

Hier spiegeln sich traditionelle Rollenbilder wieder, denn Frauen übernehmen neben ihrer eigentlichen Arbeit immer noch einen Großteil der Care-Arbeit. Das bedeutet, sie kümmern sich um die Kinder, den Haushalt und ältere oder kranke Angehörige – parallel zu ihrem Beruf. Das erzeugt einen enormen Druck und Stress.

Was hilft gegen frauenspezifischen Stress?

"Ich bin gestresst und brauche eine Pause!" – ein Satz, den viele Frauen wahrscheinlich auch kennen. Doch wie kann man diesen Stress reduzieren? Hier sind ein paar Tipps:

  • Selbstfürsorge: sorge dafür, dass du genügend Schlaf bekommst, dich ausreichend bewegst und gesund ernährst. Diese einfachen Maßnahmen können einen großen Unterschied machen.
  • Unterstützung: suche dir Unterstützung bei Freund:innen und Familie. Du musst nicht alles alleine schaffen.
  • Arbeitsteilung: nimm die Männer mit in die Pflicht und teile die Care-Arbeit auf. Es ist nicht deine alleinige Verantwortung, für alle zu sorgen.

Und vergiss nicht: es ist okay, sich eine Pause zu gönnen und Hilfe zu suchen, wenn du sie brauchst. Du bist nicht allein und es ist wichtig, auf dich und deine Gesundheit zu achten.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

“Du verwöhnst dein Baby viel zu sehr!” - Kann man Säuglinge “verwöhnen”?

In Bezug auf Elternschaft begegnen wir oft gut gemeinten Ratschlägen. Besonders hartnäckig hält sich die Unterstellung, dass Eltern ihre Babys viel zu sehr verwöhnen. Aber ist an dieser Einstellung überhaupt was dran und kann man einen Säugling überhaupt zu sehr verwöhnen?

Von wegen "Trotzphase" und "Kleine Tyrannen" - wenn Kinder Autonomie und Selbstbewusstsein entwickeln

Irgendwann zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr findet die Zeitspanne statt, in der Kinder sich von den Eltern abnabeln und ihre Autonomie entdecken. Diese Phase wird oft "Trotzphase" genannt, obwohl das ein relativ negatives Bild zeichnet.

Gleichberechtigung in Sachen Aufgabenverteilung? Warum Männer nicht im Haushalt helfen sollten

"Hilft dein Mann dir im Haushalt?" Gebt es zu, diesen Satz habt ihr auch schon mal gesagt oder zumindest gehört. Und wisst ihr was? Es ist vollkommen okay, darauf künftig mit "NEIN!" zu antworten.

Im Spotlight

Neu im Takeover

Marie über ihre offene Ehe

Marie führt eine glückliche, monogame Langzeitbeziehung mit ihrem Freund - bis auf der gemeinsamen Weltreise das Thema Heirat alles ändert…

44:26 min

Unser Podcast Tipp

Der FEM Insider

Ab nach Leipzig mit Franzi Müller...

5:33 min

Dein Kontakt ins Studio

E-Mail WhatsApp Telefon