Kosmetik Start-Up aus Berlin – Gründerin unterstützt mit Produkten aus Arganöl die Mädchenbildung in Marokko

Kosmetik aus Arganöl und ohne Kompromisse – das ist das Konzept von farar, einem Kosmetik Start Up aus Berlin. Die Gründerin Chafia Farare ist in Marokko aufgewachsen und bringt durch ihre Kindheit in Marokko und den frühen Kontakt mit dem wertvollen Öl viel Wissen über die Wirkung und die Herstellung mit.

Mit ihrem Start-up vereint Chafia nicht nur natürliche, tierversuchsfreie, wirkungsvolle Kosmetik mit den Wurzeln ihrer Herkunft, sondern fördert durch die Zusammenarbeit mit Frauenkooperativen und einer NGO auch noch Mädchenbildung in ihrem Heimatland.

Im Gespräch mit FEMOTION RADIO hat Chafia über die Bedeutung von Arganöl und ihre Gründungsgeschichte gesprochen. 

So klang das Gespräch mit Chafia bei uns im Programm:

FEMOTION RADIO: Wie bist du auf die Idee gekommen, dich im Bereich Arganöl selbstständig zu machen?

„Eigentlich habe ich in der Immobilienbranche gearbeitet – durch einen Schicksalsschlag habe ich verstanden, dass das Leben im Hier und Jetzt stattfindet und nicht in der Zukunft. 

Ich war dann auf der Suche nach einer Idee, ich wusste zwar in welche Richtung ich gehen möchte, aber die genaue Tätigkeit hatte ich noch nicht gefunden. Auf einer Gründungsveranstaltung wurde ich von den Teilnehmerinnen aufgrund meiner Wurzeln gefragt, warum ich nicht einfach etwas mit Arganöl mache. Die Teilnehmerinnen sagten mir, dass ihnen bei den ganzen Produkten auf dem Markt oft das Vertrauen fehlt. Zuhause wusste ich dann, dass Arganöl die Antwort ist.“

„In der Amazigh-Kultur ist das Arganöl ein Zeichen für starke Frauen“

Und du hast sowohl das Wissen über das Produkt als auch die Erfahrung – denn du bist bereits mit Arganöl aufgewachsen…

„Ich bin in Marokko in einer Amazigh-Kultur aufgewachsen – dort gehört Arganöl zum täglichen Leben, es ist eine Tradition. Über die Jahre hinweg habe ich sehr viel über die Entstehung, die Farbe oder auch den Geruch gelernt, und mich von damals bis heute immer selbst damit gepflegt.“

FEMOTION RADIO: Und gerade für Frauen hat das Arganöl auch eine besondere Bedeutung in deiner Heimat…

„In der Amazigh-Kultur ist das Arganöl ein Zeichen für starke Frauen, die Frau hatte in der Amazigh- Kultur die Macht, also genau andersherum als heute. Das Öl ist auch heute noch ein Zeichen dafür und für Schönheit, Kultur und fröhliche Stimmung.“

„Bildung ist das Allerwichtigste, um Frauen zu stärken und so für eine bessere Zukunft für die ganze Nation zu sorgen“

FEMOTION RADIO: Du hast dich entschieden, mit deinem Start Up einen Beitrag zur Mädchenbildung in deinem Heimatland zu leisten.

„Wir arbeiten bei farar mit einer NGO zusammen. Die Organisation kümmert sich darum, Häuser für Mädchen zu bauen, damit diese ihre Schulbildung nach der Grundschule nicht abbrechen müssen. Ich finde das so toll – wir sind noch ein Start Up und können das vielleicht nicht leisten, aber es gehört einfach zu unserem Konzept, andere durch unsere Arbeit zu stärken, daher gehen pro verkauftem Produkt 2% an die Mädchenbildung in Marokko. Bildung ist das Allerwichtigste, um Frauen zu stärken und so für eine bessere Zukunft für die ganze Nation zu sorgen.“

Ich wünsche mir, dass wir Frauen uns mehr trauen, es wird schon alles funktionieren, wir müssen es nur machen“

FEMOTION RADIO: Die allermeisten Start-Ups werden auch bei uns in Deutschland noch immer von Männern gegründet. Wie geht es dir in Deutschland als weibliche Gründerin mit Migrationshintergrund?

„In Berlin herrscht eine starke kulturelle Vielfalt – trotzdem fällt mir auf, dass ich aufgrund meines ausländischen Namens oft nicht verstanden werde. Die meisten denken immer, dass ich ein Mann bin, und schreiben mich mit „Sehr geehrter Herr“ an. Dass ich vielleicht auch eine Frau sein könnte, denkt niemand – auch in Deutschland muss noch viel passieren, damit die Welt versteht, dass auch wir Frauen gründen können.“

FEMOTION RADIO: Was wünschst du dir als weibliche Gründerin in Deutschland für die Zukunft?

„Ich wünsche mir mehr gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Empathie generell, aber vor allem von Frauen, denn das ist das, was wir Frauen brauchen, um schnell stärker zu werden. Genau das versuche ich mit meinem Unternehmen. Ich wünsche mir, dass wir Frauen uns mehr trauen, es wird schon alles funktionieren, wir müssen es nur machen.“

Vielen Dank, Chafia und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!

Copyright Foto: Peppe Demita

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