Hamsterrad, Ade! Mit Kind und Kegel auf dem Fahrrad nach Marokko

Einfach mal den Alltagstress hinter uns lassen, aufbrechen und ein Abenteuer erleben. Dieser Gedanke ist bestimmt vielen von uns schon einmal gekommen. Meistens verwerfen wir ihn dann wieder. Jasmin Böhm aus Offenbach ging es ähnlich, die alleinerziehende Mutter musste Kind, Doktorarbeit und drei Jobs unter einen Hut bekommen. Im Gespräch mit FEMOTION RADIO erzählt Jasmin von ihrem großen Abenteuer:

„Am liebsten wäre ich gelaufen, ich wollte einfach raus und ab der Haustüre die Reise erleben“

Gerade die Zeit mit ihrem kleinen Sohn litt unter dem Stress, also fasste sie sich ein Herz, kündigte ihre Jobs, packte die Taschen und startete mit ihrem Kleinen ein großes Abenteuer: sie brachen auf, mit dem Fahrrad und Campingausrüstung und fuhren in Richtung Marokko. Statt in ein Auto oder ein Flugzeug zu steigen, war es Jasmin wichtig, ab der ersten Sekunde die Reise bewusst zu erleben, daher entschied sie sich fürs Fahrrad mit einem kleinen Anhänger für ihren Sohn.

Zwischen Ende Juli bis Ende Oktober reisten die beiden so durch Europa, mit Zelt, Spielzeug und Camping-Equipment im Gepäck, etwa 50km am Tag, aber ohne Druck und ohne Zwang aber dafür mit vielen tollen Eindrücke und Geschichten im Gepäck.

„Dass man sich endlos viel Zeit für alles nehmen kann und nicht im Hinterkopf hat, was man alles noch erledigen muss, das hat uns beiden gutgetan“

Einfach Zeit füreinander zu haben, anzuhalten wann auch immer man möchte, sich Zeit für die kleinen Dinge zu nehmen, das war für Jasmin und ihren kleinen Sohn in den vergangenen Wochen am schönsten. Die beiden sind morgens mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, haben ihre Siebensachen gepackt und sind der Nase nach bis nach Marokko gefahren, geschlafen wurde auf Campingplätzen und gespielt zwischendurch auf Spielplätzen.

„Auf solchen Reisen gibt es immer Hochs und Tiefs“

Auch wenn ein Bänderriss Jasmin zwischendurch nicht bremsen konnte, bis nach Marokko haben die zwei es nicht geschafft, das ist aber auch nicht schlimm. Aufgrund der Pandemielage gab es weder Fährfahrten noch Flüge für Deutsche. Jasmin störte die kleine Änderung nicht, ganz egal, ob das Ziel Marokko war oder nicht, was zählt, ist die Reise an sich und am Ende haben die beiden gemeinsam das Abenteuer erlebt, komme was wolle.  Und wenn es doch noch einmal Marokko sein soll, ziehen sie einfach noch ein zweites mal los.  

Seit Ende Oktober sind die zwei wieder zurück in Offenbach – zurück ins Hamsterrad geht es für die alleinerziehende Mutter jedoch nicht. Statt in ihre Jobs zurückzukehren, arbeitet Jasmin nun freiberuflich, hat mehr Zeit für ihren Sohn und für anstehende Projekte – sie schreibt gerade an einem Buch und schreibt auf ihrem stetig wachsenden Instagram-Account _jasmin_boehm_ über ihr kleines Abenteuer mit dem Fahrrad.

Vielen Dank, Jasmin!

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