Fürsorgearbeit in den Fokus und raus aus der „Kümmerfalle“!

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Kümmern, umsorgen, pflegen und den Laden am Laufen halten – das ist doch so ein richtiges – Achtung, Klischeeschublade ganz weit auf – Frauending, oder?

Auch wenn wir es uns manchmal anders wünschen, ist es auch noch heute so, dass die meisten sozialen Berufe oder vor allem auch die Care-Arbeit in Familien von uns Frauen übernommen wird.

Und das ist eigentlich auch vollkommen okay – wir finden, jede Frau sollte genau das tun, was sie möchte. Und wenn das bedeutet, im Beruf kürzerzutreten und die Elternzeit voll auszuschöpfen, dann ist das ganz genau richtig so!

Was nicht richtig ist, ist dass sowohl unbezahlte Care-Arbeit als auch soziale Berufe nicht wertgeschätzt werden.

„Vermeintliche Frauenberufe sind auch deshalb Frauenberufe, weil sie nicht als Berufe erachtet werden, mit welchen man eine Familie ernähren muss.“

…sagt Britta Sembach, Journalistin und Autorin, die sich seit einigen Jahren mit genau diesem Thema beschäftigt. 

Oft sind es schlicht noch die Frauen, die nach der Schwangerschaft beruflich zurückstecken, die nicht zurück in ihre Vollzeit-Stelle kehren und die im Ernstfall nicht abgesichert sind.

„Wenn eine partnerschaftliche Aufteilung durch eine Trennung beendet wird, dann wird deutlich, was alle schon geahnt haben…“

Das geht oft für eine Weile gut – Britta Sembach und ihre Co-Autorin Sabine Grabowski beobachten aber gerade in der Lebensmitte, dass sich immer mehr Menschen nach vielen Jahren scheiden lassen.

Frauen, die jahrelang zuhause geblieben sind, um sich um die Familie zu kümmern, stehen dann allein und vor allem nicht abgesichert da.

In ihrem Buch „Die Kümmerfalle“ kritisieren Britta Sembach und Sabine Grabowski ein System, das genau die benachteiligt, von denen alles abhängt. Was sie sich für Frauen wünscht und warum sich in unserem Denken einiges ändern muss, das hört ihr im Interview!

Viel Spaß beim Hören!

 

Vielen Dank, Britta Sembach!

Foto: Gudrun Senger