„Die Politik muss mehr machen, als nur eine Fehlentscheidung zurückzunehmen ...

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Klinik-Hebammen müssen in den Pflegebudgets der Krankenhäuser bleiben, forderte Anfang November 2022 eine Petition, wunderbare 1,5 Millionen haben diese gezeichnet, eine Zahl die zeigt, wie wichtig gerade für uns Frauen der Berufsstand Hebamme ist. 

Auch wenn Gesundheitsminister Karl Lauterbach mit seiner Forderung im Rahmen der Krankenhausreform zurückgerudert ist - Hebammen habe noch eine ganze Stange mehr Probleme, die sie gelöst haben wollen. Darüber haben wir im FEM Talk mit Janis Schädlich gesprochen, sie arbeitet als freie Hebamme in Berlin. Auch wenn sie nicht angestellt ist, hat sie die jüngsten Diskussionen mitverfolgt und auf ihrem Insta-Kanal aufgefordert: "Lasst und den Schwung nutzen und weiter laut sein!"

„Man kann nicht sagen es wird nicht schlechter – es muss ja besser werden!“

Als 3 der wichtigsten Punkte nannte sie uns:

1. die Anpassung der Hebammengebühren: „Wir bekommen pro Wochenbettbesuch rund 38 Euro von den Krankenkassen, die dafür eine Dauer von rund 20 Minuten einplanen. Das ist total unrealistisch. Ich plane für jede Frau eine Stunde ein.“

2. dass die Regierung ihre Versprechen aus dem Wahlkampf einlöst: „Im Koalitionsvertrag wurde vereinbart, Voraussetzungen für eine 1:1-Betreuung in den Kreissälen zu schaffen. Davon sind wir weit entfernt.  Schon in meiner Zeit als Krankenhaushebamme hab ich in 8 Stunden 4 Frauen betreut. Da hat sich wenig geändert.“

3. der Erhalt hebammengeleiteter Einrichtungen, „sonst können Praxisteile der Ausbildung nicht abgesichert werden. Und ohne Ausbildung mangelt es auch künftig an Hebammen.“

Hört rein und erfahrt mehr über Janis und die Hürden, die Hebammen in ihrem Job nehmen müssen:

Viel Spaß beim FEM Talk mit Janis Schedlich

Foto: privat; Adobe Stock