„Alkohol war für mich die Lösung“

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... gibt Laura, 29, im FEM Talk mit Kati Huhn zu. Beide plaudern über Lauras Leben vor rund 10 Jahren. Damals, mit etwa 19, hat sie getrunken. Viel getrunken, zu viel.

„Ich habe meine Ängste weggetrunken“

Ihre Angststörung war ein Grund, das „Dazugehören“ der zweite, damals, als sie zum Studium gegangen ist. „Da war jeden Abend Party, ich wollte dazugehören zum einen und auch meine Emotionen regulieren, meine Ängste in den Griff bekommen.“

„Mit 19 bin ich mit Alkohol kaum noch aus dem Bett gekommen.“

Laura und Kati Huhn über ein Leben mit Alkohol und die Kraft, davon wegzukommen

Alkohol sei für sie „die Lösung“ aller Probleme gewesen, es sei ihr einfach besser gegangen mit der Droge. Und irgendwann habe sie einfach immer weitergetrunken. Erst bis sie einen „Kater“ hatte und dann weil sie hoffte, dass sie diese unangenehmen Folgen des übermäßigen Alkoholkonsums dann besser im Griff hat.

„Manchmal hätte ich eigentlich nach Hause gehen müssen, so schlecht ging es mir, wenn ich nichts getrunken hätte.“

Klar, so eine Sucht bleibt nicht unentdeckt und logisch versuchte Laura ihr „Problem“ vor anderen geheim zu halten. Vor ihrer Mitbewohnerin etwa, vor der sie die Flaschen versteckt hat, vor ihren Eltern, bei denen sie heimlich im Keller getrunken hat und vor ihren Kolleg:innen: „Auf Arbeit bin ich zum Beispiel schnell zum Kiosk gelaufen, hab in irgendeiner Ecke was getrunken und was gegessen, dass man das nicht so riecht“, erinnert sich Laura im Interview, solche Aktionen hätten sie zum Teil über den Tag gebracht.

Heute geht es ihr gut. „Auf allen Ebenen“, wie sie sagt. Wie sie das geschafft hat und was sie speziell über den Unterschied zwischen trinkenden Männern und trinkenden Frauen denkt – hört gern rein in den Podcast mit Kati Huhn.

Foto: laurassoberlife